Mittelfrequenz- vs. Hochfrequenz-Induktionsheizgeräte: Welches brauchen Sie wirklich?
Aktie
Wenn Sie sich bereits mit Hochfrequenz-Induktionserwärmung beschäftigt haben, wissen Sie, wie leistungsstark diese Technologie ist – schnell, sauber und präzise. Bei größeren oder dickeren Werkstücken oder wenn eine tiefere Wärmeeindringung erforderlich ist, stoßen Hochfrequenzsysteme jedoch an ihre Grenzen. Hier kommen Mittelfrequenz-Induktionsheizgeräte ins Spiel – entwickelt für anspruchsvolle industrielle Anwendungen, die eine tiefere Erwärmung, höhere Leistung und dauerhafte Performance erfordern.
Was ist Mittelfrequenz-Induktionserwärmung?
Definition
Mittelfrequenz-Induktionserwärmung (MF) arbeitet im Bereich von 1–20 kHz, im Vergleich zu Hochfrequenzsystemen, die typischerweise mit 30–80 kHz arbeiten. Dieser niedrigere Frequenzbereich erzeugt eine größere elektromagnetische Eindringtiefe. Das bedeutet, dass die Wärme tiefer in das Metallwerkstück eindringt, anstatt sich nahe der Oberfläche zu konzentrieren.
Grundprinzip: Niedrigere Frequenz = tiefere Wärmeeindringung. Höhere Frequenz = oberflächenorientierte Erwärmung. Daher ist die MF-Induktionserwärmung die bevorzugte Wahl für Anwendungen mit großen Querschnitten, Massenerwärmung, Schmieden und Durchhärten.
Mittelfrequenz vs. Hochfrequenz: Ein direkter Vergleich


Wie tief dringt Wärme mittlerer Frequenz ein?
Die Eindringtiefe (δ) bei der Induktionserwärmung wird durch die Frequenz und die Materialeigenschaften bestimmt:
Bei 1 kHz beträgt die Eindringtiefe in Stahl etwa 8–10 mm, im Vergleich zu weniger als 1 mm bei 400 kHz. Das bedeutet, dass ein 70-kW-Mittelfrequenzheizgerät, das mit 1–20 kHz arbeitet, eine 50 mm Stahlwelle effektiv durchheizen kann – etwas, das ein Hochfrequenzgerät nicht effizient leisten kann.
U.S. Solid Mittelfrequenz-Induktionsheizgeräte – Produktpalette
Unsere Mittelfrequenz-Induktionsheizgeräte sind für drei
| Modell | Ausgangsleistung | Frequenzbereich | Eingangsstrom | Eingangsspannung |
|---|---|---|---|---|
| USS-HFIH00031 | 15 kW | 1–20 kHz | 1–32A | 3- |
| USS-HFIH00032 | 25 kW | 1–20 kHz | 1–41A | 3- |
| USS-HFIH00007 | 35 kW | 1–20 kHz | 1–52A | 3- |
| USS-HFIH00040 | 45 kW | 1–20 kHz | 1–68A | 3- |
| USS-HFIH00033 | 70 kW | 1–20 kHz | 1–105A | 3- |
Warum U.S. Solid Mittelfrequenz-Induktionsheizgeräte wählen?
- Einstellbare Frequenz – Der Bereich von 1–20 kHz ermöglicht die Anpassung der Eindringtiefe an Ihr Werkstück.
- Zuverlässige Konstruktion – Gefertigt nach den Industriestandards von U.S. Solid für den Dauerbetrieb.
- Keine offene Flamme – Sichereres Arbeitsumfeld ohne Verbrennungsgase oder Brandgefahr.
So wählen Sie die richtige Leistungsstufe
| Ihre Bewerbung | Empfohlenes Modell |
|---|---|
| Kleinteile, dünnwandige Röhrchen, Laboreinsatz | 15 kW |
| Mittelwellen, Rohrbiegen, kleine Schmiedearbeiten | 25 kW |
| Großwellen, Serienfertigung, dickwandige Rohre | 35 kW |
| Schwerindustrie, kontinuierliche Produktion, große Knüppel | 70 kW |
Wenn Sie sich unsicher sind, gilt als Faustregel: 1 kW pro Kilogramm Stahl, der in ca. 60 Sekunden auf Schmiedetemperatur erhitzt wird. Wir empfehlen, einen Leistungspuffer von 20 % einzuplanen, um Wärmeverluste und komplexe Bauteilgeometrien zu berücksichtigen.
Häufig gestellte Fragen
Für die meisten Hartlötanwendungen ist Hochfrequenz (100–400 kHz) vorzuziehen, da sie die Wärme an der Fügefläche konzentriert. MF-Heizgeräte können große Baugruppen löten, jedoch kann das umgebende Material überhitzen.
Ja. Alle Mittelfrequenz-Induktionsheizgeräte U.S. Solid benötigen Drehstrom mit 380 V oder 480 V Eingangsspannung.
Mikrofluidik ist typischerweise 30–50 % energieeffizienter, heizt 3–5-mal schneller auf, erzeugt keine Verbrennungsnebenprodukte und ermöglicht eine präzise Temperaturregelung. Der größte Nachteil sind die höheren Anschaffungskosten für die Ausrüstung.
Die Spulenkonstruktion hängt von der Werkstückform ab. Magnetspulen eignen sich für zylindrische Teile, Flachspulen für ebene Flächen und Haarnadelspulen für die lokale Erwärmung. Kontaktieren Sie uns für anwendungsspezifische Spulenempfehlungen.