Wie Sie das perfekte pneumatische Magnetventil für Ihre Bedürfnisse auswählen


Pneumatische Magnetventile fungieren als „Gehirn“ pneumatischer Schaltungen und bestimmen direkt die Funktionslogik und die Geschwindigkeit der Betätigungskomponenten. Die Auswahl des falschen Ventils verringert nicht nur die Effizienz, sondern kann auch zu Geräteausfällen und Sicherheitsrisiken führen. Dieser Blog bietet einen übersichtlichen Auswahlprozess und wichtige Tipps für die korrekte Verwendung von Zubehör.

Teil 1: Die „Vier-Schritte-Methode“ zur Auswahl von Magnetventilen

Befolgen Sie diese vier Kernschritte, um sicherzustellen, dass Ihr Magnetventil Ihre Systemanforderungen erfüllt.

Schritt 1: Kernparameter bestimmen – Zweck und Aufbau

Klären Sie zunächst die Funktion des Ventils, da diese die Anzahl der benötigten Anschlüsse und Positionen bestimmt.

  • Anschluss-/Wegnummer: Dies bezieht sich auf die Anzahl der Schnittstellen am Ventilkörper, abhängig von den angesteuerten Aktoren.
    • 2-Wege: Wird für einfache Gaskreisumschaltungen verwendet, z. B. zur Steuerung der Hauptgasquelle.
    • 3-Wege: Steuert einfachwirkende Zylinder (ein Einlassanschluss, Federrückstellung) oder dient als Pilotsteuerung.
    • 5-Wege: Die gängigste Wahl zur Steuerung doppeltwirkender Zylinder (mit zwei Anschlüssen für Einlass und Auslass).
  • Positionsnummer: Die Anzahl der Betriebszustände, die der Ventileinsatz beibehalten kann.
    • 2-Position: Bietet zwei Zustände (z. B. Ein/Aus oder Vorwärts/Rückwärts).
    • 3-Position: Bietet drei Zustände. Die mittlere Position ist typischerweise die geschlossene Mittelstellung, die Entlüftungs-Mittelstellung oder die Druck-Mittelstellung. Sie dient dazu, einen Zylinder in jeder beliebigen Position anzuhalten oder zu fixieren.

Wichtiger Tipp: Zur Steuerung eines doppeltwirkenden Zylinders ist ein 5/2-Wege-Magnetventil üblicherweise die Standardwahl.

Schritt 2: Anpassung an Umgebung und Medium

Das Ventilmaterial und die Schutzart müssen Ihren Betriebsbedingungen entsprechen.

  • Arbeitsmedium: Die meisten pneumatischen Systeme benötigen gefilterte und trockene Druckluft. Bei Medien wie Wasser, Dampf oder korrosiven Gasen müssen Ventilkörper und Dichtungen aus Edelstahl oder Spezialwerkstoffen gefertigt sein.
  • Schutzart:
    • Innenräume/Saubere Umgebungen: Eine Standardschutzart (z. B. IP65) ist ausreichend.
    • Außenbereiche/Feuchte/Staubige Umgebungen: Wählen Sie Ventile mit IP67 oder höher für optimale Staub- und Wasserbeständigkeit.

Schritt 3: Betriebsdruck prüfen

  • Mindeststartdruck: Pilotgesteuerte Ventile benötigen typischerweise einen Mindestdruck, um zu funktionieren. Stellen Sie sicher, dass der Systemdruck diesen Schwellenwert überschreitet.
  • Maximaler Druck: Überprüfen Sie, ob das Ventil dem maximalen Druck Ihres Systems sicher standhält.

Schritt 4: Elektrische Eigenschaften der Spule bestimmen

Die elektrischen Spezifikationen müssen mit Ihrem Steuerungssystem (SPS oder Steuerplatine) übereinstimmen.

  • Spannung: Gängige Spezifikationen sind 24 V DC (am weitesten verbreitet), 110 V AC und 12 V DC.
  • Leistungsaufnahme: Niedrigstrom-Serien eignen sich ideal für die Integration von Ventilen in großen Systemen, um den Gesamtstromverbrauch zu reduzieren. Laden.
  • Anschlussmethoden: Zur Auswahl stehen Anschlussdrähte, Steckverbinder (wie DIN-Schnittstellen) oder Spulen mit LED-Anzeigen zur einfachen Statusüberwachung.

Teil 2: Bewährte Verfahren für Installation und Zubehör

Die Lebensdauer und Leistung Ihres Ventils hängen maßgeblich von der korrekten Verwendung des Zubehörs ab.

Verschraubungen und Schläuche

  • Verschraubungen: Steckverschraubungen sind am gebräuchlichsten. Stellen Sie sicher, dass die Gewindespezifikationen (z. B. G1/8, NPT1/4) und die Rohrdurchmesser (z. B. 6 mm, 8 mm) übereinstimmen.
  • Schlauchmaterialien: PU (Polyurethan) und Nylon (PA) sind Standard. Stellen Sie sicher, dass sie dem Druck und der Temperatur Ihres Systems standhalten.

Installation:

  • Rechtwinklige Schnitte: Rohrleitungen müssen vor dem Einbau mit Spezialwerkzeugen senkrecht und flach geschnitten werden, um Leckagen zu vermeiden.
  • Biegeradius: Vermeiden Sie übermäßiges Biegen, um Spannungsspitzen und Beschädigungen der Rohre zu verhindern.

Schalldämpfer und manuelle Übersteuerung

  • Schalldämpfer (Muffler): Installieren Sie diese an den Auslassöffnungen (üblicherweise R und S), um Geräusche zu reduzieren und den Abgasstrom zu dämpfen. Staub. Prüfen Sie sie regelmäßig auf Verstopfungen.
  • Manuelle Bedienung: Verwenden Sie die manuellen Tasten oder Hebel nur zur Fehlersuche und in Notfällen. Stellen Sie sicher, dass sie nach Gebrauch zurückgesetzt werden, um elektrische Steuerungsausfälle zu vermeiden.

Ventilinseln

Bei Anwendungen mit hoher Packungsdichte empfiehlt sich der Einsatz einer integrierten Ventilinsel, um Platz zu sparen und die Verkabelung durch zentrale Kommunikation (z. B. IO-Link) zu vereinfachen.

Teflonband (PTFE)

Wickeln Sie vor der Installation PTFE-Band um die Gewinde von Fittings und Schalldämpfern, um eine luftdichte Abdichtung zu gewährleisten.

Zusammenfassung und Handlungsempfehlung

Die richtige Auswahl ist die Grundlage für ein stabiles Automatisierungssystem. Beachten Sie stets die vier Schritte hinsichtlich Struktur, Umgebung, Druck und elektrischer Anforderungen.

Hinweis: Wir bieten derzeit professionelles Zubehör für 1/4-Zoll-Modelle von 5-Wege-2-Wege-Ventilen, 12-V-DC-3-Wege-2-Wege-Ventilen und 12-V-DC-2-Wege-2-Wege-Ventilen an. Benötigen Sie Zubehör für andere Anschlussarten oder haben Sie spezielle Anwendungsanforderungen? Dann kontaktieren Sie uns bitte umgehend!

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