Peristaltikpumpentypen erklärt
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I. Klassifizierung nach Funktion
Die Funktion einer Schlauchpumpe bestimmt direkt ihre Einsatzmöglichkeiten. Insbesondere für unerfahrene Käufer kann die Auswahleffizienz erheblich gesteigert werden, wenn man sich zunächst auf den Funktionstyp konzentriert, bevor man weitere Details berücksichtigt. Die folgenden drei Typen sind die gebräuchlichsten und gefragtesten auf dem Markt. Ihre Eigenschaften, Einsatzmöglichkeiten und wichtigsten Kaufkriterien werden im Folgenden detailliert erläutert.
1. Schlauchpumpe mit Drehzahlregelung
Wie der Name schon sagt, besteht die Kernfunktion dieser Schlauchpumpe in der Drehzahlregelung. Sie steuert indirekt die Fördergeschwindigkeit der Flüssigkeit durch Änderung der Drehzahl des Pumpenkopfes. Es handelt sich um die einfachste und gebräuchlichste Art von Schlauchpumpe. Sie ist preisgünstig und für die meisten einfachen Flüssigkeitsförderanforderungen geeignet.
Kernmerkmale:
- Einfache Bedienung mit reiner Drehzahlregelung (gängige Einstellmethoden: Drehknopf, Taste)
- Ermöglicht kontinuierliche Flüssigkeitsförderung, jedoch keine präzise Steuerung von Durchflussrate und Fördermenge
- Beispielsweise kann die Förderrate auf „schnell“ oder „langsam“ eingestellt werden, jedoch nicht exakt auf „10 ml pro Minute“ oder „50 ml insgesamt“ festgelegt werden.
- Die Durchflussrate schwankt leicht mit dem Leitungsdruck und der Viskosität der Flüssigkeit.
Anwendungsbereiche:
Ideal für Anwendungen, bei denen keine strengen Anforderungen an Durchflussgenauigkeit und Fördermenge gestellt werden und lediglich eine kontinuierliche Flüssigkeitsförderung erforderlich ist. Sie ist auch die erste Wahl für Einsteiger.
Beispiele:
Einfache Flüssigkeitsförderung in Laboren, Wasserwechsel/Medikamentenzugabe in Aquarien, Flüssigkeitsversorgung für Kleingeräte, großflächige Förderung in der chemischen Industrie (ohne präzise Dosierung) – dieser Pumpentyp ist für diese Anwendungsfälle vollkommen ausreichend.
2. Durchflussgesteuerte Peristaltikpumpe
Die durchflussgesteuerte Peristaltikpumpe ist eine Weiterentwicklung der drehzahlgeregelten Pumpe und zeichnet sich durch ihre präzise Durchflussregelung aus. Es kann die tatsächliche Fördermenge (Einheiten: ml/min, l/h usw.) direkt einstellen und anzeigen, ohne dass eine manuelle Drehzahlumrechnung erforderlich ist. Es zeichnet sich durch eine höhere Durchflussstabilität aus und erfüllt die meisten Anforderungen an die Fördergenauigkeit.
Kernmerkmale:
- Unterstützt die direkte Einstellung und Anzeige der Fördermenge mit höherer Genauigkeit als herkömmliche Drehzahlregler (üblicherweise ein Fehler von ±1 % bis ±5 %, modellabhängig).
- Ermöglicht eine kontinuierliche und stabile, präzise Förderung.
- Einige Modelle unterstützen die Durchflusskalibrierung zur Anpassung an Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Viskosität und Rohrleitungen mit unterschiedlichen Spezifikationen.
- Die Bedienung ist etwas komplexer als bei herkömmlichen Modellen, aber der Einstieg ist einfach. Die Durchflussparameter werden auf dem Bedienfeld übersichtlich angezeigt.
Anwendungsbereiche:
Geeignet für Anwender mit klaren Anforderungen an die Fördermenge.
Genauigkeit ist entscheidend für alle, die Flüssigkeiten mit einer konstanten Durchflussrate fördern müssen. Es ist der derzeit am weitesten verbreitete Pumpentyp und findet Anwendung in Laboren, der Kleinserienfertigung, der medizinischen Versorgung und vielen weiteren Bereichen.Beispiele:
Reagenzzugabe in Laboren (präzise Dosierung von 5 ml Reagenz pro Minute erforderlich), Flüssigkeitsdosierung in kleinen Produktionslinien, Mikroinfusion im medizinischen Bereich (nicht sterile Anwendungen), Wasserprobenentnahme in der Umweltbranche – hier ist die durchflussgesteuerte Pumpe die richtige Wahl.
3. Dosier-Peristaltikpumpe
Die Dosier-Peristaltikpumpe ist der funktionsreichste und präziseste Pumpentyp. Ihre Kernfunktion ist die quantitative Dosierung. Es kann nicht nur die Durchflussrate steuern, sondern auch das einzelne Abgabevolumen (z. B. jeweils 10 ml) und die Abgabezeiten (z. B. 20 aufeinanderfolgende Abgaben) präzise einstellen und so eine automatische, chargenweise quantitative Abgabe ohne manuelle Bedienung realisieren. Es eignet sich für Szenarien mit extrem hohen Anforderungen an die quantitative Genauigkeit.
Kernmerkmale:
- Integriert Durchflussregelung und quantitative Dosierung mit hoher quantitativer Genauigkeit (üblicherweise ein Fehler von ±0,5 % bis ±2 %)
- Unterstützt verschiedene Dosierungsmodi (Einzeldosierung, kontinuierliche Dosierung, zyklische Dosierung usw.)
- Einige Modelle sind mit RS485-Schnittstelle und Fußschalter zur Anbindung an automatisierte Anlagen ausgestattet.
- Die Bedienung ist relativ komplex, der Automatisierungsgrad jedoch hoch, wodurch die Arbeitskosten erheblich gesenkt werden können.
Anwendungsbereiche:
Geeignet für Anwender, die eine quantitative Chargendosierung benötigen und Wert auf Automatisierung und hohe Präzision legen. Weit verbreitet in High-End-Laboren, Präzisionsfertigung, Medizintechnik, Lebensmittel- und Getränkeindustrie und anderen Bereichen. Anwendungsbereiche.
Beispiele:
Quantitative Zugabe von Proben in Laboren (jeweils 8 ml Reagenz zu 20 Proben), mikroquantitative Abfüllung in der
Zusammenfassung
Aktuell werden einige durchflussgesteuerte Peristaltikpumpen mit grundlegenden Dosierfunktionen wie zeitgesteuerter Dosierung und Rücksaugung ausgestattet, die sich teilweise mit den Funktionen herkömmlicher Dosierpumpen überschneiden. Es bestehen jedoch wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Systemen hinsichtlich ihrer Kernfunktionen und -leistung, insbesondere in Bezug auf die Stabilität wiederholter quantitativer Dosierung und die Automatisierungsfähigkeit:
Durchflussgesteuertes System: Die grundlegende Dosierfunktion ist lediglich eine Zusatzfunktion. Es ermöglicht nur eine einfache Quantifizierung durch Festlegung der Abgabedauer, ohne spezielle Algorithmen und Hardwareunterstützung für wiederholte quantitative Dosierung. Der Fehler bei Mehrfachquantifizierungen ist groß und die Stabilität gering, wodurch die Anforderungen an eine präzise Chargendosierung nicht erfüllt werden. Der Kern des Systems liegt weiterhin in der kontinuierlichen, präzisen Durchflussdosierung.
Dosiersystem: Wiederholte quantitative Dosierung ist seine Kernfunktion. Ausgestattet mit exklusiven quantitativen Steuerungsalgorithmen und hochpräzisen Übertragungsstrukturen unterstützt es die präzise Einstellung des einzelnen Abgabevolumens per „Volumen“ und ermöglicht so eine stabile, wiederholte Dosierung über Dutzende oder Hunderte Male. Sie ist außerdem mit automatisierten Schnittstellen ausgestattet und konzentriert sich auf die automatisierte, präzise und quantitative Dosierung in Chargen.
II. Weitere Klassifizierungen
Neben den drei oben genannten funktionalen Hauptklassifizierungen gibt es auf dem Markt weitere Arten von Peristaltikpumpen, die nach Anwendungsbereich, Struktur und speziellen Anforderungen klassifiziert werden. Um Verwirrung durch zu viele Parameter zu vermeiden, werden sie hier kurz zusammengefasst und können je nach Bedarf ausgewählt werden:
1. Klassifizierung nach Anwendungsbereich: Industrie vs. Labor
Der wesentliche Unterschied liegt in der Schutzart und der Leistung, was sich nicht auf die funktionale Klassifizierung auswirkt (z. B. kann eine industrielle Peristaltikpumpe durchflussgesteuert und eine Laborpumpe dosierend sein):
Industrietyp: Hohe Leistung, großer Förderbereich und hohe Schutzart (staub- und spritzwassergeschützt), geeignet für raue Produktionsumgebungen (z. B. Chemieanlagen, Kläranlagen).
Labortyp: Kleine Baugröße, geringe Geräuschentwicklung und hohe Präzision (meist durchflussgesteuert oder dosierend), geeignet für saubere und miniaturisierte Umgebungen (z. B. Labore, Analyseräume).
2. Klassifizierung nach Kanalanzahl: Einkanalig vs. Mehrkanalig
Entscheidend ist die Anzahl der gleichzeitig verfügbaren Flüssigkeitsförderwege, die je nach Bedarf ausgewählt werden kann:
Einkanalig: Es kann jeweils nur ein Flüssigkeitsförderweg genutzt werden. Geeignet für die meisten Anwendungsfälle mit nur einem Bedarf (z. B. die Förderung eines einzelnen Reagenz oder flüssigen Medikaments) mit einem hohen Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Mehrkanalig: Es können mehrere Flüssigkeitsförderwege gleichzeitig genutzt werden (2-, 4- und 8-Kanal-Systeme sind gängig). Geeignet für Anwendungsfälle, in denen mehrere Flüssigkeiten gleichzeitig mit gleichbleibender Flussrate/Quantifizierung gefördert werden müssen (z. B. synchrone Flüssigkeitszugabe für mehrere Proben in Laboren). Diese Systeme sind teurer als Einkanalsysteme.
3. Klassifizierung nach speziellen Anforderungen: Explosionsgeschützt, steril usw.
Diese Ausführungen sind kundenspezifisch und werden von den meisten Anwendern nicht benötigt:
Explosionsgeschützte Ausführung: Geeignet für brennbare und explosionsgefährdete Bereiche (z. B. explosionsgeschützte Werkstätten in der Erdöl- und Chemieindustrie), mit Explosionsschutzzertifizierung und einem relativ hohen Preis.
Sterile Ausführung: Geeignet für die Bereiche Medizin, Lebensmittel und Biologie (z. B. sterile Infusion, sterile Abfüllung), mit Pumpenköpfen und Rohrleitungen aus sterilen Materialien, die bei hohen Temperaturen sterilisiert werden können.
Weitere Ausführungen wie korrosionsbeständige und hochtemperaturbeständige Ausführungen werden kundenspezifisch an die jeweiligen anspruchsvollen Einsatzbedingungen angepasst.